Ich hab‘ gerade Post aus dem Regenbogenland bekommen:

Mach dir keine Sorgen. Wo ich bin, geht’s mir gut.
Ich gucke dir oft von hier oben zu und es macht mich traurig, wenn du weinst, weil ich nicht bei dir sein kann.
Ich war gern bei dir, das weißt du doch?
Ich habe dich getröstet und zum Lachen gebracht. Das war mein Dank an dich- tut mir Leid, dass es nicht mehr ist.
Doch ich bin mir sicher, das reichte dir.
Du musst wissen, dass ich nicht mehr konnte als ich ging.

Ich habe meine Reise beendet und ich bin froh, dass ich dies bei dir tun durfte.
Du warst immer gut zu mir, gabst mir Futter und ein Heim.
Gabst mir deine Hand, deine Zeit, dein Herz und deine Liebe und ich weiß, dass du für mich durch’s Feuer gegangen wärst.

Ich war ein Kapitel in deinem Leben und die letzte Seite ist gelesen.
Sie endete mit einer Geschichte über ein Land, dass am Ende des Regenbogens liegt. Es ist wahr, das Land gibt es wirklich!
Du hast mir nicht viel davon erzählt- weil es dich traurig gemacht hat.
Aber jetzt wo ich hier bin, musst du nicht traurig sein.
Ich kann wieder toben, weißt du? Ich kann spielen und springen. Ich habe hier ganz viele Sternentiere gefunden und manchmal schauen wir zusammen hinunter.
Ich bin bei dir, wo auch immer du bist.
Und wenn du Nachts manchmal in den Himmel schaust dann wird dir ein funkelnder Stern sofort auffallen. Das bin ich um dir zusagen: Ich liebe und vermisse dich.
Und solltest du deine Reise mal beendet haben dann werde ich Anlauf nehmen, dir entgegen springen und einen dicken Nasenkuss geben.
PS.: Ich weiß gar nicht, wen Du bitte alles Grüßen sollst von ihren Sternen. Ach, grüß sie alle. Nimm sie in den Arm und sage ihnen, dass ich ihre Lieblinge gesehen habe!
Es geht ihnen gut. Besser denn je.
Sie sollen lächeln und es ist nicht schlimm, wenn dazwischen ein Tränchen fließt. Irgendwann sehen wir uns alle wieder.

 

 

 

 

 

 

EINE KISTE VOLL MIT SEIFENBLASEN

Jedes Pferd auf dieser Erde bekommt von Petrus zu seiner Geburt eine Kiste voll mit
Seifenblasen geschenkt.

Diese Kiste begleitet jedes von ihnen ihr gesamtes Leben lang, doch dieses Geheimnis
kennen nur unsere geliebten Vierbeiner und Petrus.

Die Kiste ist am ersten Tag noch bis zum Rand gefüllt und jedes Mal, wenn wir Menschen
unserem geliebten Pferd etwas Gutes tun, ihn mit so viel Liebe anschauen, dass es uns selbst
im Innern schon weh tut, platzt eine der Seifenblasen.

Am Tage, an dem unser Freund den letzten Weg geht, auf dem wir ihn noch nicht folgen
können, gelangt er an die Tür von Petrus und Petrus öffnet jede einzelne Kiste.
Er sah schon Pferde, jung an Jahren die über die Regenbogenbrücke zu ihm kamen, noch
nass vom Schweiß, die Striemen der Peitsche noch deutlich zu erkennen, ein Bein gebrochen
und als Petrus die Kiste öffnete, war diese noch randvoll mit Seifenblasen, nicht eine war
geplatzt!

Traurig berührte er das arme Geschöpf, heilte seine Wunden und ließ es ein in sein Reich…
Er brauchte sich nicht die Mühe machen zu fragen, wie es dem Tier auf unserer Welt
ergangen war.

Doch es gab auch Pferde, die im hohen Alter zu ihm kamen, zufrieden und doch mit einem
traurigen Blick in den Augen, denn sie haben ihren Menschen zurücklassen müssen!!
Und als Petrus diese Kisten öffnete, platzte in diesem Augenblick die letzte Seifenblase! –
Diese stand für die Tränen die der Freund auf Erden weinte da er nach so vielen Jahren seinen
treusten Freund verlor.

Zufrieden streichelte er unsere Vierbeiner und fragte sie, wie sie ihr Leben gelebt hatten.
Diese schauten zurück zur Regenbogenbrücke und sagten, sie würden hier bei Petrus auf uns
warten, denn das Leben an unserer Seite war voll von Harmonie und Glückseligkeit.
Petrus nickte, denn die Kiste, die nun leer vor ihm stand spiegelte genau das wider und auch
sie ließ er ein in sein Reich, blickte herunter zu uns und lächelte, denn er wusste, dass eines
Tages, genau an dieser Stelle unser geliebter Vierbeiner auf uns warten würde….

 

 

 

 

 

 

 

Liebesbrief an alle alten Pferde

Die Ehre ein altes Pferd zu besitzen…
Heute sprachen wir im Stall darüber wie es ist ein altes Pferd zu haben, es gibt natürlich immer Pferde Besitzer die sagen, ein altes Pferd ist nicht mehr die Pflege wert.
Ich muss sagen, alte Pferde haben etwas magisches, dieses Gefühl wenn ein alter Sportler mit dir durch den Sand schreitet, noch einmal jung ist.
Mit klarem Auge behalten Sie alles im Blick, zeigen den jungen Pferden die Geduld und Gelassenheit die sie mal Erlangen sollen.
Meist mit Alters Erscheinungen wie Arthrose und Cushing, zeigen Sie noch einmal wer sie waren.

Dieses abgeklärte und ruhige, jeden Schritt den sie machen, wie früher. Wenn sie nochmal zeigen was sie können… noch einmal im Rampenlicht.
Alte Pferde sind einfach besonders, ich bereue nicht eine Sekunde mit einem alten.
Die alten Veteranen aus dem Busch, Parcours und den Vierecken, gaben uns zu Sportler Zeiten viel und geben so viel zurück.
Aber nun sind viele weiße Haare dazu gekommen, der Apfelschimmel nun schneeweiß, der Rücken hängt etwas mehr Richtung Erdboden, das Fell nicht mehr so strahlend schön…
aber Schließen wir die Augen, strahlen sie heller als jeder andere Stern am Sportler Himmel.

Danke an meinen Freund das du bei mir bist und noch lange bleibst.

 

 

 

 

 

 

 

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